
Das Laserschneiden von Aluminium ist unerlässlich, wenn es darum geht, komplexe Formen bei gleichzeitig hoher Qualität zu fertigen. Viele Hersteller bieten solche Arbeiten nicht an, da sie mit erhöhten Schwierigkeitsgraden verbunden sind. Um exzellente Ergebnisse zu erzielen, sind fundiertes Fachwissen und Erfahrung erforderlich, um die besonderen Herausforderungen beim Laserschneiden von Aluminium zu meistern.
Das Schneiden von Aluminium ist oft keine einfache Aufgabe. Aufgrund seiner reflektierenden Eigenschaften kann der Laserstrahl vom Material zurückgeworfen werden und somit den Laserschneider beschädigen. Auch Edelstahl ist für ähnliche Schwierigkeiten bekannt, doch Aluminium übertrifft selbst die AISI-Güten in puncto Schneidkomplexität.
Im Zusammenhang mit diesen Problemen wird häufig vorgeschlagen, das Material mit einer nicht reflektierenden Schicht zu versehen. Allerdings löst dies das Problem nicht vollständig. Sobald die Beschichtung durchbrochen ist und das Aluminium zu schmelzen beginnt, kommt die hochreflektierende Oberfläche zum Vorschein.
Diese Schwierigkeiten treten besonders häufig bei Aluminiumlegierungen mit geringem Legierungsanteil auf, wie zum Beispiel AW 1050. Legierungselemente tragen dazu bei, die Reflexionseigenschaften von Aluminium zu verringern.

Grate können das Erscheinungsbild eines Metalls beeinträchtigen
Aluminium neigt zudem dazu, Grate zu hinterlassen. Je nach Hersteller werden diese Grate entweder mechanisch entfernt oder es wird mit einer präzisen Maschineneinstellung bereits während des Schneidens darauf geachtet, dass sie gar nicht erst entstehen. Letzteres ist natürlich vorzuziehen, da jeder zusätzliche Bearbeitungsschritt zusätzliche Kosten für den Kunden bedeutet.
Das Laserschneiden ist zweifellos die beste Wahl zum Schneiden von Aluminium. Die hohe Geschwindigkeit in Verbindung mit der richtigen Expertise ermöglicht einen gratfreien Schnittprozess, wie unsere Partner bestätigen. Dennoch ist die Wahl der Aluminiumlegierung zu beachten. Hochwertigere Legierungen mit mehr Legierungselementen lassen sich leichter schneiden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt – verfügt der Hersteller über einen Faserlaser oder einen CO2-Laser? Faserlaser eignen sich aufgrund ihrer Bauweise besser für das Schneiden reflektierender Materialien. CO2-Laser besitzen eine Reihe von Spiegeln im Inneren, wodurch sie anfälliger für Schäden durch reflektierte Laserstrahlen sind. Dies gilt sowohl für das Schneiden von Flachteilen als auch beim Einsatz von Rohrlaserschneidverfahren.
Mehr Leistung führt zu besseren Ergebnissen. Sollten Sie dennoch CO2-Laser für das Schneiden von Aluminium in Erwägung ziehen, bedenken Sie, dass deren Leistungsabgabe bei vergleichbaren Parametern deutlich geringer ist. Wir empfehlen daher, auf einen leistungsstarken Faserlaser zu setzen. Bei sachgemäßer Anwendung liefert dieser ausgezeichnete Resultate.
Die Reflexion von Aluminium lässt sich durch die Wahl des richtigen Fokusabstands besser beherrschen. Wird der Fokuspunkt am hinteren Ende des Materials platziert, lässt sich zudem die Bildung von Schlacke reduzieren.
Das Laserschneiden von Aluminium ist bis zu einer Materialstärke von 6 bis 8 mm die optimale Wahl. Darüber hinaus leidet die Schnittqualität merklich und eine Nachbearbeitung ist erforderlich. Für Materialstärken über 20 mm raten wir von Laserschneiden ab.
Für Blechdicken über 8 mm empfiehlt sich die Wasserstrahlschneidtechnik. Sie vereint Geschwindigkeit, Qualität und geringere Stundensätze, was sie zur besseren Wahl für dicke Aluminiumplatten macht. Auch wenn sich die Schnittfugen dieser Technologien unterscheiden, ist die größere Fuge bei dickerem Material meist unproblematisch.
Obwohl es zahlreiche Anbieter für das Laserschneiden von Aluminium gibt, ist es nicht immer einfach, einen Dienstleister mit hoher Qualität zu finden. Wie bereits erwähnt, bringt das Schneiden von Aluminium einige Herausforderungen mit sich. Um diese zu meistern, sind Know-how und Erfahrung unerlässlich.
