
Wir werden oft gefragt: Können lasergeschnittene Materialien flexibel sein?
Die einfache Antwort lautet: Ja, aber es ist kompliziert.
Im Allgemeinen wird das Laserschneiden verwendet, um 2D-Metalldesigns zu erstellen. Doch diese 2D-Designs können durch Biegen flexibler Metalle in 3D-Designs verwandelt werden.
So kann beispielsweise ein einfaches Schild zu einem Bogen gebogen werden, um es aufzustellen, oder ein Design kann zu einem Kreis gebogen werden, um aus einer flachen Platte einen Ring zu machen.
Die Komplexität entsteht, wenn Sie die richtige Metallart für Ihr Projekt auswählen möchten. Einige Metalle sind leicht und flexibel, andere wiederum schwer und besonders widerstandsfähig. Letztlich hängt es von Ihrem Design und dem geplanten Verwendungszweck ab, ob Sie ein biegsames Metall benötigen.
In manchen Fällen kann Flexibilität nachteilig sein. Wenn Sie beispielsweise ein Schild für den Außenbereich entwerfen, könnte es bei starkem Wind oder widrigen Wetterbedingungen verbiegen, falls das ausgewählte Metall zu flexibel ist. In solchen Situationen sollten Sie auf ein robustes Metall setzen, das nicht leicht bricht, wie Titan oder Stahl. Flexiblere Metalle wie Messing oder Kupfer wären hier nicht geeignet.
Im Folgenden erfahren Sie mehr über flexible Metalle und das Laserschneiden.
Nach dem Zuschnitt eines flexiblen Metallteils kann dieses gebogen oder anderweitig geformt werden, um ein Design mit räumlicher Tiefe zu schaffen.
Es gibt spezielle Metallarten, die besonders biegsam sind – meist handelt es sich um Legierungen. Reines Aluminium ist sehr flexibel, und verschiedene Aluminium- und Stahlsorten zeichnen sich durch Stärke und Vielseitigkeit aus. Wenn Sie ein flexibles Metallteil wünschen, müssen Sie sowohl das passende Metall als auch die richtige Materialstärke auswählen.
Grundsätzlich gilt: Je dicker das Material, desto weniger flexibel ist es. Möchten Sie ein dickeres Material verwenden, geht dies zulasten der Flexibilität, erhöht jedoch die Stabilität.
Zu den angebotenen flexiblen Metallen zählen:

Da der Laser selbst nur minimal Bewegung auf das Material überträgt, beeinflusst die Flexibilität des Metalls nicht, ob es geschnitten werden kann. Der Laserkopf gleitet problemlos selbst über flexible Metalle und sorgt für präzise Schnitte, ohne das Material zu verformen. Solange sich das Material während des Schneidvorgangs nicht von selbst biegt oder faltet und nicht leicht entflammbar ist, kann der Laser es präzise schneiden. An den Schnittkanten können jedoch gelegentlich Laserspuren entstehen.
Das entscheidende Kriterium für die Präzision beim Laserschneiden ist die Materialstärke. Der Laser schneidet nur bis zu einer bestimmten Tiefe; bei zu dicken Materialien kann es zu Schäden kommen. Die Detailgenauigkeit des Schnitts hängt daher vor allem von der Dicke des Materials ab.
Während die Flexibilität die Schnittgenauigkeit kaum beeinflusst, kann sie Auswirkungen auf die Nachbearbeitung haben. Aggressive Poliermethoden sind bei flexiblen Teilen schwieriger umzusetzen, wohingegen chemische Oberflächenbehandlungen von der Flexibilität nicht beeinträchtigt werden. Diese Aspekte sollten Sie bei der Materialauswahl und -gestaltung berücksichtigen.
Bei der Auswahl des richtigen Metalls sollten Sie bedenken, ob Sie das Werkstück nach dem Schneiden biegen oder schweißen möchten.
Wenn Sie ein Objekt bogenförmig gestalten möchten, empfiehlt sich ein flexibles Metall. Soll jedoch beispielsweise eine Konstruktion im 90-Grad-Winkel entstehen, bietet es sich stattdessen an, zwei Teile zu schneiden und diese zu verschweißen. Geschweißte Werkstücke können aus stärkeren, dünneren Materialien bestehen.
Für das Schweißen eignen sich folgende Materialien besonders:
Die genannten Materialien eignen sich optimal zum Schweißen und sind weniger für das Biegen gedacht – sie gelten daher nicht als flexibel. Es kann also sinnvoll sein, anstelle eines biegsamen Metalls ein robusteres Material zu verschweißen. In diesem Fall sollten Sie diese Optionen in Erwägung ziehen.
